“If you are not paying for it, you’re not the customer; you’re the product being sold“ (Andrew Lewis) Seit ich dieses Zitat das erste Mal gelesen habe, verfolgt mich die Frage, was es mit dem Zitat auf sich hat und insbesondere welche Rolle diese Aussage in Bezug auf mein heutiges digitales Leben spielt. Sobald ich das Internet nutze, wird mir ständig suggeriert, etwas geschenkt zu bekommen oder von besonderen Angeboten profitieren zu können. In Wahrheit bekomme ich wahrscheinlich außer an meinen Geburtstagen oder den Zwei-für-Einen-Burger-Gutscheinen nichts geschenkt. Dennoch erlebe ich jeden Tag, dass die unzähligen Dienste, die ich regelmäßig nutze, nichts kosten – das Versenden von E-Mails, das Lesen meines Online-Lieblingsmagazins oder der Kontakt zu alten Schulfreunden durch soziale Netzwerke. Informationsinteresse an Internet und Online-Diensten in Deutschland (Quelle: Statista) Das böse Wort „Online-Werbung“ Wenn man sich auch nur einen Augenblick mit dem Geschäftsmodell der meisten Online-Dienste auseinandersetzt, versteht man schnell: Nichts ist umsonst und man bekommt nichts geschenkt! Denn tatsächlich bezahle ich diese unzähligen Angebote entweder damit, mehr zu konsumieren, als ich eigentlich wollte oder mit sämtlichen Informationen darüber, was ich kaufe und wer ich bin – also meinen persönlichen Daten. Ich habe dieses Internet kennengelernt, beherrscht von ratternden 56k […]