2,90 EUR für den Kaffee, 3,25 EUR das belegte Brötchen, 1,49 EUR für eine Apfeltasche und weitere 2,80 EUR für die Zeitung am Kiosk – das sind die Kleinstbeträge, die ich heute ausgegeben habe, und die auf einen Gesamtbetrag von 10,44 EUR kommen. Auf dem Weg zur Arbeit habe ich zusätzlich fünf digitale Zeitungsartikel, zwei Blogeinträge und ein paar Videos konsumiert. Vermeintlich habe ich dafür nichts gezahlt (siehe Beitrag zu Teil 2 der Reihe – Warum Werbeprofile der Kuhhandel des 21. Jahrhunderts sind), aber mir Werbung angesehen. Da diese Werbung mir aufgrund meines Online-Profils ausgespielt wird, habe ich diesen digitalen Konsum indirekt mit meinen Daten bezahlt. In meinem letzten Beitrag hatte ich ausgeführt, wie AdBlocker die digitale Werbung für mich ausschalten. So greife ich in das Verhältnis zwischen freiem Digitalkonsum und einem industriellen Gegenwert ein, indem ich Inhalte konsumiere, aber gleichzeitig die Einkommensquelle der Website-Anbieter beschneide. Informationshappen auf dem Ernährungsplan Neben AdBlockern gibt es auch andere Möglichkeiten, die zwar Symptome des im Hintergrund laufenden Datenhandels bekämpfen, aber nicht die Krankheit selbst behandeln, die es in dem heutigen System gibt. Ein weiteres Mittel sind sogenannte Micro Payments (Zahlungen von Kleinstbeträgen), mit denen der Nutzer für den Konsum von Inhalten in Form […]